Masern

Die ehemalige Kinderkrankheit Masern ist plötzlich wieder überall in den Medien. Früher hatte sie jeder als Kind, heute – rund 40 Jahre nach Einführung der Impfung – weiss kaum noch jemand wie der Masernausschlag aussieht und die Erkrankung üblicherweise abläuft.

Das Bundesamt für Gesundheit geht davon aus, dass die Mehrheit der bis zu 1970 Geborenen die Masern durchgemacht haben. Masern ist dermassen hochansteckend, dass kaum ein Kind daran vorbei kam damals.

Ich selber kann mich erinnern im Kleinkindalter im abgedunkelten Zimmer mich gelangweilt zu haben, weil ich keine Kinderbüchlein angucken konnte. Mein Bruder hatte die Krankheit aus dem Kindergarten mitgebracht und mich natürlich angesteckt. Als Erinnerung geblieben ist mir nur die Langeweile aufgrund des dämmrigen Zimmers und die Erklärung meiner Mutter, dass man bei Masern kein Licht vertrage.

Meine Mutter war Kinderkrankenschwester. Bis zur Heirat hatte sie 12 Jahre Berufserfahrung gesammelt. Dass ihre Kinder an Masern erkrankt waren machte ihr keine Sorgen. Für sie gehörte diese Krankheit zum Leben eines Kindes dazu. Auf Bettruhe, abgedunkeltem Zimmer, wenig Sinnesreize und nur leichter Kost, bestand sie allerdings, da gab es nichts zu diskutieren.
Auch heute noch werden Masern nur symptomatisch behandelt, d.h. Bettruhe und allfällige Beschwerden wie Husten und Bindehautentzündung lindern. Der Hautausschlag braucht keine Behandlung und klingt in wenigen Tagen von selber wieder ab. In der Naturheilkunde wird von Fiebersenkung bei Masern abgeraten.
Die Homöopathie kennt über 80 verschiedene Einzelmittel, um Masern zu behandeln. Welches Mittel den Heilungsprozess unterstützen kann, muss individuell abgeklärt werden.

Bestimmt liefen Masern früher nicht immer komplikationslos ab. Bekannt ist, dass es zu Lungen- oder Mittelohrentzündungen kommen kann und sehr selten zu einer Hirnhautentzündung. Da heute eine wirksame Impfung erhältlich ist, kann man sich dagegen schützen und es muss sich niemand mehr wegen Komplikationen oder schwerem Verlauf ängstigen.

Allerdings reagieren Säuglinge nicht auf die Impfung. Früher ging man davon aus, dass ein Kleinkind dessen Mutter Masern durchgemacht hat, frühestens ab 15 – 18 Monaten an Masern erkranken kann, aufgrund der von der Mutter übertragenen Abwehrkörper. Heute kommen leider auch Infektionen im Säunglingsalter vor, da der Nestschutz durch eine geimpfte Mutter sehr viel schwächer ist.
Aus diesem Grund wird heute bereits mit 9 Monaten ein erstes mal geimpft. Die Gefahr, dass das Immunsystem auf diese frühe Impfung nicht oder zu wenig reagiert, ist aber hoch. Deshalb wird im Alter von 12 Monaten ein zweites mal geimpft.
Meistens wird damit eine genügende Immunität erreicht. Es besteht aber der Verdacht, dass mit dieser sehr frühen Impfung kein so zuverlässiger Schutz erlangt werden kann, wie wenn erst später im Kleinkindalter geimpft würde. Wie lange der Impfschutz bei einer so frühen Impfung anhält, ist ebenfalls noch ungewiss. Nach wie vor schützt nur die selber durchgemachte Erkrankung ein Leben lang.

Auch zweifach geimpfte Personen können manchmal leicht an Masern erkranken und damit Ungeimpfte mit echten Masern anstecken. Im Säuglingsalter verläuft eine Masernerkrankung heftiger und es kommt öfters zu Spitaleinweisungen als bei älteren Kindern. Das ist der Grund, warum die WHO die Masern ausrotten möchte. Durch den kürzeren und schwächeren Nestschutz aufgrund der geimpften Mütter, kann ein sicherer Schutz der Säuglinge nur durch eine Ausrottung der Krankheit erreicht werden.

Die Frage ist allerdings, ob bei der heutigen Reisetätigkeit eine Ausrottung realistisch ist. Bis auf der ganzen Welt eine Durchimpfung erreicht worden ist, die eine Ausrottung dieses Virus möglich macht, werden noch viele Jahre ins Land gehen. Auch Länder mit Impfpflicht haben immer wieder Masernausbrüche aufgrund einer eingeschleppten Infektion.
Mein jüngster Sohn hat die Masern mit 11jährig durchgemacht – kurz, heftig und ohne Komplikationen. Ohne Masernausschlag hätten wir seine Erkrankung für eine Grippe gehalten. Seine beiden einmal im Kleinkindalter geimpften Geschwister erkrankten nicht.

Säuglinge, die bis 12 Monate in der Familie betreut werden, haben gute Voraussetzungen, nicht vorzeitig mit Masern in Kontakt zu kommen, wenn strikt berücksichtigt wird, dass man mit kranken Kindern nicht aus dem Haus geht (ganz besonders solange nicht klar ist, ob harmloser Infekt oder nicht) und kranke Kinder nicht besucht werden.
Ein krankes Kind mit Verdacht auf eine Kinderkrankheit soll auch nur nach vorheriger Warnung des Arztes in die Praxis gebracht werden, damit Vorkehrungen zum Schutz der anderen Patienten getroffen werden können.

Wie die sogenannte Herdenimmunität, also die Immunität des Grossteils der Bevölkerung sich verändern wird, wenn die Jahrgänge bis 1970 – mit ihrer durch Krankheit erworbenen lebenslangen Immunität – nicht mehr in der Bevölkerung sind, dazu hat der Arzt Dr. med. Steffen Rabe in einem Interview Stellung genommen:
https://www.epochtimes.de/gesundheit/medizin/impfpflicht-der-unbestechliche-rabendoktor-ueber-die-grosse-masern-luuege-a2882475.html?fb=1&fbclid=IwAR18gqsrOaY6u7RwN138qsV86duZYieySrQPl0zqATg6Szu6D6qb35bYWkk